Nachdem ich in meiner Jugendzeit ein wenig Klavier und Schlagzeug
ausprobiert hatte, fand ich endlich meinen ersten Kontrabass in
einem Schrottcontainer und hatte schon zwei Wochen später meine
erste "Mugge" (Musikalisches-Gelegenheits-Geschäft)
mit der Gruppe "Polkatoffel". Meine Begeisterung war kaum
zu bremsen und so studierte ich letztendlich Kontrabass an der Hochschule
für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Zu dieser Zeit
spielte ich bei Jams
und diversen Folkbands und hatte meine ersten Auftritte mit einer
Swingband im Grandhotel Berlin.
1988 ging es dann auf Tournee nach Kuba mit Uwe Jensen und Band.
Als ich wieder zu Hause war, verspürte ich große Lust,
mich mit kubanischer Musik zu beschäftigen und fuhr später
noch oft dorthin. Inzwischen kam die "Wende" und Musiker
aus West- und Ost-Berlin mischten sich – wenn auch erst langsam.
Ich probierte eine Kellerband nach der anderen aus, lernte viele
Leute kennen und die Muggen hießen jetzt Gigs. Nun kam die
20er-30er-Jahre-Welle und ich spielte bei Christiane Kupfer, Caledonia
Chuckle Orchestra mit Karl Dall und beim Courorchester
Berlin.
Gleichzeitig war ich Workshopleiter einer Jazzband an der Musikschule
Berlin-Tempelhof wechselte aber 1996 zur Musikschule Prenzlauer
Berg. Hier gab ich Kurse für Jazztheorie und coachte wiederum
eine Jazzband, die schließlich zu einem Charanga-Orchester
wurde (Tamalitos). Sei 2003 unterrichte ich dort auch Kontrabass.
Ich hatte einige Erfahrung als Bassist mit kubanischen Musikern
gemacht, gründete eine Band namens Songoson und spielte so
viel Salsa wie möglich. Aber auch andere Genres waren und sind
mir immer herzlich willkommen – wie Tango mit Klaus Gutjahr,
Gospel mit Brenda Jackson, Polka mit Polkaholix, Chanson mit Nadja
Z. – um nur einige zu nennen. Am meisten jedoch beschäftige
ich mich mit Jazz und Swing weil es mir Spass macht, Basslinien
zu spielen und zu improvisieren.
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